VKUNST FRANKFURT VII "ich bleibe"

08.-09.05.2015
Fahrgasse | Frankfurt am Main

09.05.-14.06.2015
Kunstverein Familie Montez e.V.
Honsellbrücke | Frankfurt

Video- und Medienkunstausstellung


Vom 08. Mai bis 14. Juni 2014 präsentiert vkunst frankfurt zum siebten Mal aktuelle Tendenzen und Strömungen internationaler Videokunst.
Vom MMK Museum für Moderne Kunst bis zum Main verwandeln an zwei Abenden rund 25 Galerien und Ladenlokale die Fahrgasse zur „Ausstellungshalle ohne Dach“.

Ausgewählte Arbeiten der Ausstellung werden zudem über einen Zeitraum von einem Monat (9. Mai – 14. Juni) in den Räumen des Kunstvereins Familie Montez e.V. in der Honsellbrücke gezeigt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden für die Werke Betrachtungsräume durch das Künstlerduo Winter/Hoerbelt errichtet.

Die Kuratoren Christoph von Löw und Andreas Greulich haben mit vkunst frankfurt eine jährlich stattfindende Plattform für internationale Medienkünstlerinnen und -künstler geschaffen, die Raum bietet für Projektionen, interaktive Installationen und animierte Computerkunst. vkunst frankfurt debütierte 2009 mit vorwiegend lokalen Positionen und hat sich seither zur festen Größe im Frankfurter Ausstellungsgeschehen entwickelt. 40 internationale Positionen, ausgewählt aus rund 300 Einreichungen, bilden einen Querschnitt unterschiedlicher Herangehensweisen an die jährlich wechselnde Thematik der Ausstellung. Neben etablierten Namen sind zahlreiche junge Talente vertreten. Ihre Arbeiten bespielen mittels Rückprojektionen die Schaufenster der gastgebenden Galerien und Ladenlokale und machen so nach Einbruch der Dunkelheit die Fahrgasse zur großen Flaniermeile.

Zum dritten Mal in Folge wird auch in diesem Jahr der mit 2.500 Euro dotierte Medienkunstpreis „vkunst“, gestiftet von Jochen Latz, verliehen.  Die Jury bestand in diesem Jahr aus Tobias Rehberger, Mario von Kelterborn und Mirek Macke.

Thema 2015 „ich bleibe“
Trotzig kann es klingen, aber auch hoffnungsvoll, das "ich bleibe" des vkunst-Themas 2015. Zwei Wörter, die wie der Slogan einer aufmüpfigen Jugendkultur klingen. Einer Kultur, einer Haltung, die sich nicht vertreiben lässt. Nicht aus ihren Stadtvierteln, nicht aus den Köpfen ihrer Zeit, nicht von ihren Proteststandpunkten. "ich bleibe" ist aber auch die ängstliche Erwiderung auf die Vergänglichkeit. Die Vergänglichkeit unserer Person, und die Vergänglichkeit unserer Zeit.

Will nicht gerade die Kunst gegen das Vergängliche angehen?

„ich bleibe“, eine Aussage, deren Wortlaut gleich bleibt, die jedoch Ausdruck tiefster Selbstsicherheit als auch fundamentaler Verunsicherung sein kann, die zeitlos und doch aktuell ist. Auf welche Punkte in diesem Spektrum richten die Künstler ihren Fokus? Steht die philosophische Annäherung im Vordergrund oder vielmehr die politische, soziale Betrachtung? Dem nachzuspüren ist die Aufgabe von vkunst frankfurt 2015.